Tätigkeitsprofil

Die Tätigkeit der MPA Wiesbaden auf dem Gebiet der Materialprüfung im Bauwesen konzentriert sich überwiegend auf die folgenden Bereiche:

  1. Prüfung und Qualitätssicherung in der Bauwerkserhaltung und von Massivbaustoffen und Massivbauprodukten: Bereits seit 1965 besteht z.B. die Anerkennung als Überwachungsstelle für Beton (ÜK2/ÜK3).
  2. Bauwerks- und Bauteilprüfungen, z.B. bei Schadensfällen, Streitfällen oder geplanten Umnutzungen.
  3. Prüfung und Qualitätssicherung im Holzbau, u.a. von Holzbaustoffen und -produkten im Labor und im Bestand sowie von Klebstoffen für tragende Konstruktionen im Holzbau. Durchführung von Überwachungen und Zertifizierungen von Holzbauunternehmen.
  4. Prüfung und Qualitätssicherung von vorgefertigten Treppen im Labor und im Bestand. Ermittlung der Schwingungseigenschaften von Treppen im Bestand. Durchführung von Überwachungen und Zertifizierungen nach Bauproduktenrichtlinie.

Typische Aufgabengebiete in der Baustoffprüfung sind z.B. die Prüfung von Betonwürfeln, Stahlbetonrohren, Putz, Estrich, Mauersteinen, Gesteinskörnungen, Natursteinen, Bewehrungsstählen, Trockenmörteln, Holzbauteilen, Holzwerkstoffen und vielem mehr. Einen Überblick über unsere Prüfmöglichkeiten finden Sie unter dem Menüpunkt Dienstleistungen.

Neben diesen "normalen" Baustoffprüfungen sind die Qualitätssicherung in der Bauwerkserhaltung und Instandsetzung, sowie von Klebstoffen für tragende Holzbauteile, weitere Spezialgebiete der MPA Wiesbaden. Gerade auf diesem kaum überschaubaren Markt von "Spezial"-Produkten, ist eine unabhängige und strikt neutrale Güteüberwachung wichtig.

Darüber hinaus kann die MPA auf langjährige Erfahrungen in der Untersuchung von Bauwerken zurückblicken. Die in der Regel in Zusammenarbeit mit einem Gutachter untersuchten Fragestellungen betreffen beispielsweise die Festigkeit, Chlorid- oder Sulfatbelastung, Betonüberdeckung, Bewehrungskorrosion, Beschichtungen, Feuchtigkeit oder die Resttragfähigkeit von Holzbauteilen.

Anwendungsorientierte Forschungstätigkeiten im Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen ergänzen die Arbeit der Materialprüfung. Durch Kooperationen, z.B. mit mittelständischen Unternehmen, wurden Spezialbereiche der Materialprüfung mitunter erst eröffnet, andererseits stellt die MPA für die Lehre einen steten Praxisbezug dar.

Vertragspartner der MPA sind regionale Industriebetriebe, Bauunternehmen, Behörden, Gutachter, Ingenieur- und Architekturbüros sowie Privatpersonen. Wer die MPA gerne kennenlernen möchte, hat hierzu unter anderem am traditionellen Dreikönigstreffen, Mitte Januar eines jeden Jahres, Gelegenheit. Im Rahmen eines Seminartages mit Themen aus der aktuellen Forschung und Betontechnologie werden beim gemütlichem Ausklang leicht Kontakte geknüpft.