Tätigkeitsprofil

Die Tätigkeit der MPA Wiesbaden auf dem Gebiet der Materialprüfung im Bauwesen konzentriert sich überwiegend auf die folgenden Bereiche:

  1. Prüfung und Qualitätssicherung von Massivbaustoffen und Massivbauprodukten: Bereits seit 1965 besteht z.B. die Anerkennung als Überwachungsstelle für Beton (ÜK2/ÜK3).
  2. Prüfungen und Qualitätssicherung in der Bauwerkserhaltung: In 1995 wurde das MPA vom Deutschen Institut für Bautechnik und in 1996 vom Bundesverkehrsminister anerkannt, für Prüfungen und Zertifizierungen von Produkten für diesen Bereich. Seit 2015 besteht die Akkreditierung als Zertifizierungsstelle für 2+ Systeme von Produkten nach DIN EN 1504-2.
  3. Bauwerks- und Bauteilprüfungen bei Schadensfällen, Streitfällen oder geplanten Umnutzungen.
  4. Prüfung und Qualitätssicherung im Holzbau, u.a. von Holzbaustoffen und -produkten im Labor und im Bestand sowie von Klebstoffen für tragende Konstruktionen im Holzbau. Durchführung von Überwachungen und Zertifizierungen von Holzbauunternehmen.
  5. Prüfung und Qualitätssicherung von vorgefertigten Treppen im Labor und im Bestand. Ermittlung der Schwingungseigenschaften von Treppen im Bestand. Durchführung von Überwachungen und Zertifizierungen nach Bauproduktenrichtlinie.

Typische Aufgabengebiete in der Baustoffprüfung sind z.B. die Prüfung von Betonwürfeln, Stahlbetonrohren, Putz, Estrich, Mauersteinen, Gesteinskörnungen, Natursteinen, Bewehrungsstählen, Trockenmörteln, Holzbauteilen, Holzwerkstoffen und vielem mehr. Einen Überblick über unsere Prüfmöglichkeiten finden Sie unter dem Menüpunkt Dienstleistungen.

Neben diesen "normalen" Baustoffprüfungen sind die Qualitätssicherung in der Bauwerkserhaltung und Instandsetzung, sowie von Klebstoffen für tragende Holzbauteile, weitere Spezialgebiete der MPA Wiesbaden. Gerade auf diesem kaum überschaubaren Markt von "Spezial"-Produkten, ist eine unabhängige und strikt neutrale Güteüberwachung wichtig. Das Labor der MPA verfügt, als eines der wenigen hierauf spezialisierten staatlichen Labore in Deutschland, über die notwendigen Prüfapparaturen sowie über das zugehörige Know-how.

Darüber hinaus kann die MPA auf langjährige Erfahrungen in der Untersuchung von Bauwerken zurückblicken. Die in der Regel in Zusammenarbeit mit einem Gutachter untersuchten Fragestellungen betreffen beispielsweise die Festigkeit, Chlorid- oder Sulfatbelastung, Betonüberdeckung, Bewehrungskorrosion, Beschichtungen, Feuchtigkeit oder die Resttragfähigkeit von Holzbauteilen.

Anwendungsorientierte Forschungstätigkeiten im Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen ergänzen die Arbeit der Materialprüfung. Durch solche Forschungstätigkeiten, z.B. in Kooperation mit mittelständischen Unternehmen, wurden Spezialbereiche der Materialprüfung mitunter erst eröffnet, andererseits stellt die MPA für die Lehre einen steten Praxisbezug dar. Dies hat sicher dazu beigetragen, daß der Fachbereich Bauingenieurwesen der FH Wiesbaden (inzwischen Hochschule RheinMain) in einer die Hochschulen bewertenden Umfrage (manager magazin 3/1996) zum besten FH-Bauingenieur-Fachbereich in Deutschland erkoren wurde.

Vertragspartner der MPA sind regionale Industriebetriebe, Bauunternehmen, Behörden, Gutachter, Ingenieur- und Architekturbüros sowie Privatpersonen. Wer die MPA gerne kennenlernen möchte, hat hierzu unter anderem am traditionellen Dreikönigstreffen, Anfang Januar eines jeden Jahres, Gelegenheit. Im Rahmen eines Seminartages mit Themen aus der aktuellen Forschung und Betontechnologie werden beim gemütlichem Ausklang leicht Kontakte geknüpft.

Eine kurze, inzwischen allerdings etwas veraltete Übersicht über die MPA Wiesbaden (Abteilung Massivbau), können Sie darüber hinaus unserem MPA-Flyer (386 kB) entnehmen, den wir Ihnen auch gerne zusenden.